Land der Flussschifffahrten, Wasserfalllandschaften und Motorrollleidenschaft

Vor drei Tagen habe ich ein Land verlassen müssen, das ich auf meiner Hindurchreise wirklich sehr ins Herz geschlossen habe. So sehr, dass ich mit der Trollmama insgesamt sogar zweimal hinein gefahren bin. Einmal von Süden, über die 4000 Inseln im Mekong. Das war vor einigen Wochen. Beim zweiten Mal vor 14 Tagen habe ich dann den Weg über durch den bergigen Norden gewählt. Und schon wieder bin ich mitten auf dem Mekong gelandet, diesmal aber nicht auf einer Insel sondern auf einem Schiff.

Was sagt uns das? Dem Mekong kann man offensichtlich nur ganz schwer entkommen, wenn man in dieses Laos hinein fahren will.

Hier haben wir also bei unserem zweiten Besuch angefangen. In Huay Xai im Norden von Laos, kurz hinter der thailändisch-laotischen Grenze.

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Ab da ging es in gemächlichem Tempo den Mekong hinunter, zunächst Richtung Pak Beng. Die Stimmung an Bord war von Anfang an prächtig.

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Wie man vielleicht erkennen kann, sind wir auf alten Autositzen gereist (Silvi, ich konnte leider das Rollkugelmonster nirgendwo entdecken…).

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So sah das dann auf dem Boot aus. Vorne der Kapitän, hinten die Bar und dazwischen die Touristen und der Reisetroll. Einige wenige Einheimische gab es auch auf dem Boot, aber den meisten war das „Slowboat“ wohl zu langsam, die haben wir hin und wieder in kleineren und deutlich schnelleren Booten vorbeiflitzen sehen.

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Weil es auf so Booten nicht so viel zu tun gibt und einem auch niemand so ohne Weiteres entkommt, haben wir uns in den zwei Tagen Slowboatfahrt eine nette Gruppe aus elf Menschen zwischen 2 und 55 Jahren aus Deutschland, Österreich, Spanien, Argentinien, Uruguay und den USA zusammengesammelt. Ein paar davon sind uns sogar bis hier in Bangkok treu geblieben.

Angekommen in Pak Beng durften wir uns erst einmal einen wunderschönen Sonnenuntergang einverleiben. Danach haben wir uns noch ein bisschen indisches Essen einverleibt und am Schluss haben sich ein paar Hostelbetten uns für die Nacht einverleibt. Am nächsten Morgen hat das Dörflein Pak Beng wieder alle Touristen auf ihr Boot gespuckt und weiter gings.

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Am ersten Tag gab es von der Sonne, die da gerade untergegangen ist, rund um den Mekong und unser Boot herum auch noch recht viel.

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Das hat sich der laotische Wettergott am zweiten Tag allerdings anders überlegt. Immerhin hat er uns damit auch bunte Regenbögen beschert. Und weil wir uns in den letzten beiden Wochen nicht nur in Laos, sondern auch auf einem Intensivkurs Spanisch befanden (Mariola hat gesagt, sie schickt uns noch ein Zertifikat zu), wissen wir nun, dass Regenbogen auf Spanisch „arcoiris“ heißt.

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Zum Glück hatte unser Boot auch ein Dach und nur beim Drunterhervorlugen hab ich mir meine Trollohren ein bisschen nass gemacht.

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Angekommen in Luang Prabang waren wir etwas überwältigt von den vielen Touristen, die da durch die Straßen strömen. Das Boot war ja zugegebenermaßen auch voll mit Touristen, aber die an waren wir nach zwei Tagen Fahrt schon gut gewöhnt. Die fremden Touristen in Luang Prabang dagegen mochten wir erst einmal nicht so sehr.

Als wir uns dann aber aus der Stadt entfernt und mehr ins Umland begeben haben, haben wir da doch noch ein paar andere Dinge außer Touristen entdeckt. Zum Beispiel eine Wasserbank.

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Und wo eine Wasserbank ist, da sind zwei Wasserfälle nicht weit. Alte Trollweisheit.

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Den Wasserfall hier konnte man sich sogar von oben anschauen.

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Ganz am Ende haben wir dann sogar in Luang Prabang selbst noch interessante Sachen zum Angucken gefunden. Zum Beispiel einen Aussichtsberg (mit Aussicht), …

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ein weiteres Stück vom Mekong …

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und den ein oder anderen Tempel, …

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zum Teil auch mit singenden Menschen darin, …

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und deren Schuhen davor.

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Am Ende haben wir uns also gut mit Luang Prabang versöhnen können und haben uns entschlossen, unserer Bootsfamilie weiter Richtung Süden, nach Vang Vieng, zu folgen. Auch wenn die Stadt einen Ruf als Partytown für junge Backpackertrolle hat und wir uns nicht so sicher waren, ob das uns zwei alten Hasen gefällt.

Davon erzähle ich euch aber das nächste Mal mehr. Und von der Motorrollleidenschaft natürlich, die hat mich und meine Trollmama hier nämlich gar sehr gepackt! Jetzt muss ich aber erst einmal wieder zu meinem Mango Sticky Rice zurückkehren.

Anton Mekongtroll

 

 

 

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