Lieber Atemberaubende Orte Sehen…

… als sich ein paar alte Steinhaufen zueigen machen. Zu dem Entschluss bin ich vorletzte Woche nach einigem Nachdenken mit meinem kleinen Trollkopf gekommen. Also habe ich die Angkore nun doch Angkore und keine An Tone sein lassen und bin wieder ein Stückchen weitergereist.

Dreimal dürft ihr raten, wo ich war. Das Land habe ich aber mittlerweile auch wieder in einem schönen, bunten Nachtbus verlassen.

Und wenn ich in meinem stressigen Reiseleben mal wieder etwas Zeit dazu habe, erzähle ich euch ein bisschen mehr über dieses Land. Für heute erzählen aber erst einmal nur meine Bilder die atemberaubende Trollreisegeschichte weiter.

Anton Reisetroll

Angkore

Da bin ich wieder. Die Trollmama und ich sind tatsächlich noch einmal ein bisschen schweinsgaloppiert die letzten Tage und haben erneut das Land gewechselt. Aktuell, seit heute Morgen, sind wir in Chiang Mai in Thailand.

Ich kann es aber nicht mit meinem Gewissen vereinbaren, euch etwas über Laos oder Thailand zu erzählen, bevor ich nicht etwas über diese unglaublich großen und auch außerordentlich hübschen Steingebilde geschrieben habe, die wir im Norden von Kam Bod Scha gefunden haben.

Angkore hießen die. Es gab ein Angkor Thom und ein Angkor Wat und dann gabs noch ein paar verstreute Tas, wir haben uns für das Ta Nei entschieden. Am Ende waren eigentlich alles alte Steinhaufen, aber irgendwie hat es sich trotzdem sehr besonders angefühlt, zwischen diesen Steinhaufen herumzulaufen und sie von unten bis oben anzugucken. Und da hatten meine kleinen Trollaugen Einiges zu gucken, das sag ich euch!

Angkor heißt übrigens ganz einfach „Stadt“ auf Khmer. Khmer, das ist die Sprache, die die damals in Kam Bod Scha gesprochen haben und heute noch sprechen. Ungefähr so groß wie Städte waren diese Steinansammlungen auch. Das haben die Herren und Frauen Khmer schon ganz richtig benannt.

Weil wir von anderen reisenden Menschen gehört haben, dass es da bei diesen Angkoren besonders schöne Steine und vor allem besonders schön kombinierte Steine gibt, haben wir uns also in der nahen Stadt Siem Reap einen Herren Tuktukfahrer angeheuert, damit der uns dort hinfährt und wir auch mal gucken können, ob uns das gefällt. Selbiges hat der Herr Tuktukfahrer auch bereitwillig gemacht (unterstützt von einem kleinen Geldversprechen unsererseits) und uns um vier Uhr morgens abgeholt, weil er meinte, das wäre eine gute Zeit, um mit dem Besichtigen anzufangen. Erst hab ich das nicht verstanden, weil es um vier Uhr Früh noch ganz schön dunkel war. Und zumindest Trolle tun sich bei Dunkelheit mit dem Besichtigen schwer.

Hier war es tatsächlich schon heller. Aber im Dunkeln konnte ich natürlich auch kein Foto vom Herrn Tuktukfahrer machen.

Aber bald habe auch ich das Ganze verstanden. Weil unser Herr Tuktukfahrer und wir so früh aufgestanden sind, waren die Trollmama und ich pünktlich zum Sonnenaufgang ganz alleine am Aussichtspunkt am See der Wat-Stadt. Weil alle anderen faulen Reisemenschen zu der Zeit noch geschlafen haben. Da konnten wir dann zu zweit die morgendliche Stille genießen – und das mit Ausblick auf das Wasser und die beeindruckenden Tempeltürme, die sich darin gespiegelt haben. Das war schon ganz schön beeindruckend.

Haha, das mit den schlafenden Reisemenschen hat keiner geglaubt, oder? Leider hatten nämlich doch ein paar von denen eine recht ähnliche Idee wie wir. Wie man hier ganz gut sehen kann.

Und die Reisemenschen auf dem Foto wollten danach alle, genauso wie wir, in diesen Wat-Tempel hinein. Ich habe mir in Erwartung eines unangenehmen Nahkampfs schonmal vorsorglich die Ärmel meines Ringelpullis hochgekrempelt und meinen gefährlichen Trollblick aufgesetzt.

Aber Trollblick, Trollfäuste und Trollellbogen habe ich am Ende gar nicht gebraucht. Wir haben nämlich recht schnell nach Betreten des Tempels einen Trick herausgefunden. Der heißt: „rechts abbiegen“ oder wahlweise auch „links abbiegen“. Und auf einmal war kein Tourist mehr zwischen diesen ganzen schönen Steinen zu sehen. Außer natürlich eine Trollmama und ein Reisetroll. Hihi.

So wie hier.

Oder hier.

Oder hier.

Oder hier.

Oder auch hier (es hat sich aber doch einer versteckt, ganz hinten).

Ein paar Einheimische haben wir aber auch hinter den Ecken getroffen. Die meisten waren entweder am Meditieren oder am Kämpfen.

Und ein paar sind auch einfach halbnackt herumgestanden. Vornehmlich Frauen.

Einige sind aber auch bunt angezogen herumgesessen. Das waren wiederum ausschließlich Männer.

Und ein Einheimischer war eine Katze. Ob Herr oder Frau Katze, weiß ich allerdings nicht.

Auf jeden Fall hatten diese Khmer-Menschen in der Vergangenheit ganz offensichtlich das ein oder andere gute Steinmesser zur Hand und haben damit wirklich schöne Muster in ihre Steine geschnitzt.

So einen Khmer-Steinschnitzer hole ich mir auch mal für mein An Ton. Und dann kann ich lauter kleine Anton-Bilder in die Säulen und Wände meiner Stadt hineinschnitzen. Vielleicht auch hin und wieder eine herumstehende Frau.

Ist euch eigentlich beim Namen des zweiten Angkors, das wir uns angeschaut haben, etwas aufgefallen? Mir schon!  An Ton… An Thom… An Gkor Thom… Vielleicht hab ich schon ein passendes Plätzchen für mich gefunden. So sieht es aus. Leider schon wieder voll mit diesen ganzen lästigen Touristen. Die verscheuche ich aber nach der offiziellen Umbenennung.

Für mein Steingesicht auf jedem Gebäude braucht es auch nicht mehr viele Änderungen mit dem Steinmesser. Vielleicht wären ein paar spitze Ohren hier und da angebracht.

Einen Platz für meinen Thron hab ich auch schon..

Und ein Reiseführer, den ich heimlich belauscht habe, hat seinen Touristen erzählt, dass ursprünglich auf all diesen Säulen im Haupttempel von Angkor Thom Vishnus eingeschnitzt waren. Die hat man dann aber rausgekratzt, weil sich die Herren und Frauen Khmer zu der Zeit nicht ganz einig waren, welche Religion sie jetzt eigentlich haben wollen. Statt der Vishnus wurden schließlich Buddhasymbole in den Stein geschnitzt. Ich bin aber zuversichtlich, dass man das auch noch einmal ändern kann.

Auf jeden Fall gefällt es mir jetzt schon recht gut in meiner Tempelstadt. Die Frau darf bleiben.

Der Herr Buddha mit seinen vielen Kerzen und ein paar seiner Säulen auch.

Und falls ihr euch wundert, warum ich erst von Städten gesprochen habe und jetzt immer nur Tempelbilder zeige: Die anderen Gebäude der Städte waren zu den Khmer-Zeiten aus Holz. Deswegen sind die nicht mehr da. In den Steinhaufen durften nur die Götter wohnen und das sind auch die einzigen Haufen, die es heute noch zu sehen gibt.

Auch die Umgebung meiner Tempelstadt gefällt mir übrigens außerordentlich gut. Riesenbäume…

… Riesensteine…

… und Minielefanten. Was will Troll mehr?

Nach Angkor Thom haben wir uns dann schließlich noch den Ta Nei angeguckt. Ta bedeutet so viel wie „Ahne“ und der Ahne Nei ist bisher nicht wirklich restauriert, nur ein bisschen abgestützt worden und kämpft auch aktuell noch mit dem Dschungel um ihn herum. Das macht ihn aber auch besonders schön.

 

Den Ahnen Nei würde ich zu Ehren der Trollmama in Tro Ma Ma umbenennen und ihn danach gerne als Abenteuerspielplatz verwenden.

Ja, das würde mir schon durchaus gefallen, zwischen diesen ganzen Steinhaufen mein nettes, kleines An Ton zu errichten… Ich zieh ich mich dann mal zurück in mein stilles Kämmerchen und fange an, Pläne für erste Umbenennungen und Touristenvertreibungen zu schmieden. In meinem nächsten Artikel werde ich euch berichten, wie weit ich gekommen bin.

An (Gkor) Thon

 

 

 

 

 

 

 

Kriegsmonster und Foltertrolle

Mittlerweile bin ich nun durch das dunkle Land Kam Bod Scha schon wieder durchgereist, im Schweinsgalopp auf dem Rücken der Trollmama sozusagen. Die Trollmama und ich haben es nämlich ein kleines bisschen eilig, weil die Mama sich für einen Thaimassagekurs in Chiang Mai in Nordthailand , angemeldet hat und den sollten wir möglichst auch dann besuchen, wenn er stattfindet. Jetzt haben wir also das dunkle und nasse Land, das am Ende gar nicht mehr so dunkel und nass war, in wahnsinnig schnellen vier Tagen durchreist. Und sind, als wir wieder gebremst haben, in Laos herausgekommen. Allerdings sind wir hier schon knapp hinter der Grenze wieder stecken geblieben, auf einer der ringsrum verstreuten 4000 Inseln im Mekong Fluss. Weil es hier so schön ist. Und so entspannt. Und auch, weil der Schweinsgalopp ganz schön anstrengend war und wir uns jetzt doch eine kleine Pause gönnen. Schweinsgaloppieren kann man nämlich nicht so lange am Stück.

Im Moment sitzen wir bei der etwas verrückten laotischen „Mama Piang“ auf der Terrasse am Mekong und beobachten die vorbeiradelnden Touristen und die fischenden Fischer um uns herum, während wir laotischen Kaffee und Mangoshakes schlürfen. Außerdem durften wir gerade erleben, was der Zusatz „Happy“ vor den Getränken auf der Karte von Mama Piang bedeutet. Ein etwa 50-jähriger Mann mit John-Lennon-Brille und Kopfhörern in den Ohren hat sich nämlich gerade einen Happy Banana Shake zum Frühstück gegönnt und danach stand er eine Weile hier herum und hat wirres Zeug gefaselt. Jetzt ist er wieder weg und ich bin mir nicht sicher, ob so ein Happy Drink auch was für mich wäre. Wirres Zeug fasel ich glaube ich eh schon genug.

Weil ich jetzt hier auf meiner Insel also ein bisschen Zeit zum Entspannen, Nachdenken und Tippen habe, will ich euch gerne ein bisschen was über die nicht so schönen Dinge erzählen, die ich in Süd Viet Nam und Kam Bod Scha gelernt habe und die mich auf eine Art auch ganz schön beeindruckt haben. Da ging es nämlich viel um ein fieses Monster namens Krieg. Und das Kriegsmonster ist etwas, das kennt ein kleiner, fröhlicher Reisetroll, wie ich das bin, so gar nicht. Dem bin ich bisher noch nicht begegnet und zum Glück hab ich auch diesmal nicht das Monster persönlich kennengelernt, sondern nur die Geschichten, die es hinterlassen hat.

Ich weiß auch gar nicht, ob ich euch nun die Geschichten genau so erzähle, wie sie wirklich abgelaufen sind. Ich war ja – zum Glück – nicht dabei. Aber ich erzähle euch ein paar Geschichten, auf die sich anscheinend viele der Leute geeinigt haben, die dabei waren. Und die haben sie dann wieder anderen Leuten erzählt, die Museen gebaut haben und die Geschichten darin aufgeschrieben und aufgemalt haben. Und in diesen Museen habe ich sie mir dann angeguckt und erzähle euch jetzt, was ich davon noch weiß. Hört sich nicht so verlässlich an, oder? Aber so halbwegs wird es schon noch etwas mit dem, was wirklich passiert ist, zu tun haben. Auch wenn ich euch vielleicht ganz andere Geschichten erzählen würde, wenn ich sie mir von anderen Menschen erzählen hätte lassen, die dem gleichen Kriegsmonster, aber von einer anderen Seite, begegnet sind. Zum Beispiel von den amerikanischen Politikern und Soldaten der 60er Jahre oder von den Roten Khmer der 70er Jahre. Und am Ende dürft ihr euch natürlich auch wieder aussuchen, was ihr euch von den Geschichten, die ich euch erzähle, merkt und wieder anderen weitererzählt. Ich glaube, so funktionieren Geschichten. Oder so funktioniert das, was ihr Menschen „Geschichte“ nennt.

Eigentlich will ich euch zwei verschiedene Geschichten erzählen, eine aus Viet Nam und eine aus Kam Bod Scha. Auf den ersten Blick haben die auch nicht so viel miteinander zu tun. Aber am Ende haben, glaube ich, viele Dinge, die das erste Kriegsmonster verursacht hat, das zweite Kriegsmonster erst richtig gefüttert und stark werden lassen.

In Viet Nam bin ich den Hinterlassenschaften des ersten Kriegsmonsters in Sai Gon begegnet. Da hab ich mir ein Museum und ein paar Tunnel angeschaut. Klingt erstmal ganz nett.

Die Cu Chi Tunnel, die ich mit einem verrückten Ägypter und der Trollmama besucht habe, waren allerdings die Überbleibsel der Tunnel, in denen sich die Bevölkerung in und um Cu Chi vor den Bomben und den Bodentruppen der amerikanischen Soldaten versteckt haben, die ihnen von 1960 bis 1975 ihr vietnamesisches Leben schwer gemacht haben. Warum die alle diesen Krieg überhaupt angefangen haben, weiß ich nicht so genau. Die Amerikaner wollten die Kommunisten nicht, die Vietnamesen in den Tunneln und auch anderswo wollten die Amerikaner nicht, die Chinesen und die Sowjetunion wollten die Kommunisten schon und haben ihnen deswegen Waffen gegeben, die Franzosen hatten mal Viet Nam und wollten es gerne wieder, die Viet Namesen wollten zum Teil den Kommunismus und zum Teil einfach Frieden und zum Teil keine neue französische Herrschaft und zum Teil die bösen amerikanischen Feinde vertreiben. Ganz schön viele, die was wollten oder nicht wollten. Und vor allem ganz schön viele, die gerne Macht über irgendwen oder irgendetwas haben wollten.

Ich habe das Gefühl, Macht ist das Lieblingsessen von Kriegsmonstern.

In den Cu Chi Tunneln, die die Viet Namesen zum Teil schon vor den Kämpfereien mit den Amerikanern gebaut hatten, um sich bei den vorhergehenden Kämpfereien gegen die Franzosen zu verstecken, haben sich die Viet Namesen und deren kommunistische Kämpfer, die Viet Cong, auf drei Ebenen von Tunneln und unterirdischen Räumen eingerichtet. Von da aus haben sie die amerikanischen Soldaten angegriffen, die sich ein Stückchen neben ihnen, aber über der Erde, eingerichtet hatten.

Als die Trollmama und ich die Tunnelgedenkstätte besucht haben, haben wir natürlich die vietnamesischen Geschichten gehört. Die sagen, dass die Viet Namesen die schlaueren und die tapfereren Kämpfer waren. Deswegen haben sie die Amerikaner auch besiegt, obwohl die Amerikaner eigentlich besser ausgestattet waren. Das haben die Viet Namesen aber mit ihrem Durchhaltevermögen und ihrer Schlauheit wettgemacht.

Hier seht ihr ein paar der Bomben, die die Amerikaner damals auf die Viet Namesen geworfen haben und die zum Glück aber nicht explodiert sind. Zum Glück auch nicht, als ich reingeguckt habe.

Und so sahen die Kämpfer und Kämpferinnen des Viet Cong damals aus. Der Führer hat betont, dass die vorher alle einfach Bauern waren und nicht als Soldaten ausgebildet worden sind.

Und hier ein Tunneleingang. Ganz schön gut getarnt, oder? Für mich war das auch recht einfach, da reinzusteigen. Für andere Mitglieder unserer Reisetruppe schon schwieriger. Aber am Ende haben es alle geschafft, rein und wieder raus zu kommen.

Und so sah es drinnen aus. Die Trollmama musste im Entengang gehen und die noch größeren Menschen der Gruppe auf allen Vieren. Für mich war es leicht. Und für die kleinen Viet Namesen wahrscheinlich auch. Unser Führer meinte, für die amerikanischen Soldaten war es besonders schwierig, weil die so groß waren und dann auch noch so viel Ausrüstung dabei hatten, dass sie eigentlich nicht durchpassen konnten. Da ist was dran an der Schlauheit der Viet Namesen.

Aber brutal waren sie auch, die Viet Namesen. Die haben nämlich zahlreiche Fallen mit spitzen Bambusstöcken für die Amerikaner gebaut. In den Tunnels und auch draußen um die Tunnels rum.

Und für sich selber haben sie auch ein paar Zimmer unter der Erde gebaut. Ohne spitze Bambusstöcke allerdings. Hier berate ich mich gerade mit den Viet Congesen über die weiteren Aktionen, die wir gegen die bösen Amerikaner einleiten wollen. Es gab aber auch einen Krankenhausraum und Küchen und sogar einen Kinoraum. Wie eine echte Stadt also. Nur unter der Erde. Ich war ganz schön beeindruckt. Ob ich einen Teil von An Ton auch unter der Erde bauen sollte?

Und zum Schluss gab es noch ein paar Bilder aus der Zeit von damals. Von Viet Namesischen Soldatinnen, zum Beispiel. Die mussten nämlich auch mithelfen, die Amerikaner zu töten und haben das laut den Viet Namesen auch recht gut gemacht.

Und hier stecken diese Frauen gerade spitze Bambusstöcke in eine Amerikanerfalle.

Es gab auch Orden für die Menschen, die die meisten Amerikaner getötet haben. Die wurden dann gefeiert. Für außerordentliche Schlauheit und Tapferkeit.

Ganz am Ende unseres Rundgangs durch die Tunnels gab es dann noch was zu Essen für uns Besucher. Das haben die im Tunnel wohl auch immer gegessen. Schmeckt wie eine Mischung aus Kartoffeln und Bananen. Vielleicht hilft das auch, klein zu bleiben, damit man weiter durch die Tunnel passt. Bin zumindest seit dem Essen kein Stück gewachsen.

Nach den Tunnels bin ich mit der Trollmama dann auch noch ins War Remnants Museum in Saigon gegangen. Die Bilder davon spare ich mir jetzt hier, aber die haben meine Trollseele auch ganz schön durchgerüttelt. Da gibt es Fotos von Menschen, die gerade andere Menschen töten. Oder von Menschen, die fünf Sekunden später von anderen Menschen getötet wurden. Und viele Geschichten und Bilder von ganzen Dörfern, die ausgelöscht wurden, Menschen, die gefoltert wurden und Viet Namesen, die auch heute noch darunter leiden, dass ein paar amerikanische Flugzeuge Gift über Viet Nam geschüttet haben. Und das Gift macht nicht nur den Überlebenden das Überleben schwer, sondern auch ihren Kindern, weil irgendwie kommt das Gift manchmal auch noch bis in die hinein. Im Museum haben sie uns ganz viele Fotos von Kindern gezeigt, die nicht in die richtige Form wachsen konnten, weil ihnen ihre Eltern ausversehen dieses Gift mitgegeben haben.

Wer jetzt am Ende den Krieg zwischen den Viet Namesen und den Amerikanern gewonnen hat, weiß ich auch nicht so richtig.

Ich kann auch gar nicht verstehen, warum Menschen diese Kriegsmonster immer wieder auf die Welt bringen müssen. Für so ein kleines bisschen Macht. Ich habe sowieso die leise Vermutung, dass Macht auch nicht immer so etwas Schönes ist. Ich glaube, die kann einen auch ganz schön stressen. So wie den Herren Pol Pot in meiner nächsten Geschichte. Und leiden mussten auch wieder die Kleinen und Schwachen Kam Bod Schaner, nur weil der Herr Pol Pot ein bisschen Angst um seine Macht gekriegt hat. Damit hat er dann das zweite Kriegsmonster ganz ordentlich gefüttert.

Bevor sie unter Pol Pot leiden mussten, mussten die Menschen in Kam Bod Scha aber auch erst einmal mit unter der Bombardierung durch die Amerikaner leiden. Die Bomben konnten nämlich nicht so gut Karten lesen, da ist schon mal was daneben gegangen. Oder vielleicht wollten die Amerikaner einfach auch ganz sicher gehen, dass wirklich nirgendwo da unten mehr jemand ist, der ihnen Bambusspitzenfallen bauen kann.

Dadurch, dass die Amerikaner so viele Bomben geworfen haben, ohne dass ihnen die Kam Bod Schaner wirklich etwas getan hatten, haben sich nach und nach einige wütende Kam Bod Schaner zusammengetan und sich Rote Khmer genannt. Rot, weil sie im Land Kam Bod Scha gerne eine Art des schon viel erwähnten Kommunismus einrichten wollten und Khmer, weil das die größte Volksgruppe in Kam Bod Scha ist. Die waren mal ganz schön mächtig, die Khmer, und haben zum Beispiel die Tempel von Angkor Wat gebaut, die ich euch noch ein anderes Mal zeigen werde. Die Roten Khmer haben aber nicht so viel gebaut, die haben mehr zerstört. Auch viele Dinge, die die unroten Khmer vor ihnen gebaut haben.

Der Herr Pol Pot, den ich oben erwähnt habe, war übrigens ihr Anführer. Und wenn ich das richtig mitbekommen habe, hat den auch nach seiner Absetzung als Diktator lange Zeit niemand richtig behelligt, und als sie angefangen haben ihn zu behelligen, ist er schnell von selbst gestorben. Manche sagen, er hat da sogar ein bisschen nachgeholfen dabei.

Der Herr Pol Pot war ein eigentlich ganz gebildeter Mann, der in Frankreich studiert und als Kind sogar mal in einem buddhistischen Kloster gewohnt hat. Er hat irgendwann angefangen, den Herrn Mao ganz toll zu finden und wollte gerne in Kam Bod Scha was ähnliches veranstalten, wie der Herr Mao das in China gemacht hat. Das hat er dann auch getan.

Sein Ziel war es, sämtliche soziale Klassen aus seiner Gesellschaft hinauszuwerfen, so dass es nur noch eine gibt, also alle Menschen gleich sind und keiner über den anderen Macht hat. Ich glaube, er hat da ein bisschen geschummelt. Mein starker Eindruck ist nämlich, dass der Herr Pol Pot und seine Freunde von Anfang bis Ende über so ziemlich alle anderen in ihrer Gesellschaft die Macht hatten. Außerdem hat er trotz seiner eigentlich ganz netten Anfangsidee am Ende doch wieder Klassen geschaffen, nur diesmal andere als vorher. Erst einmal hat der Herr Pol Pot versucht, eine große Klasse nur aus Bauern zu schaffen. Das war nämlich seine Lieblingsklasse, obwohl er selber doch vor seiner eigenen Revolution als Lehrer gearbeitet hat.

Er hat das zum Einen dadurch gemacht, dass er alle Kam Bod Schaner, die in Städten lebten, gezwungen hat, die Städte zu verlassen und in den Dörfern, aus denen ihre Vorfahren kamen, Reisbauern zu werden. Natürlich waren aber die Reisbauern, die vorher schon in den Dörfern gewohnt haben, irgendwie cooler, als die, die aus den Städten dazu kamen. Die ersten waren das „Alte Volk“, die anderen das „Neue Volk“. Das coolere Alte Volk hatte es dementsprechend ein bisschen besser, die hatten sich ja von Anfang an die richtige Klasse ausgesucht. Außerdem hat der Herr Pol Pot die Menschen, die ihm am gefährlichsten schienen, sein neu ausgedachtes Klassensystem zu gefährden – also alle Lehrer, Gebildeten und Kaufleute – erst einmal umgebracht. Das klingt nach einer recht einfachen Lösung und spätestens jetzt hätte sich der Herr Pol Pot ja auch sicher fühlen und seine (fast) einklassige Gesellschaft genießen können.

Aber leider hat ihn seine Macht auch ein bisschen krank in seinem Kopf und zu einem Sklaven seines eigenen Kriegsmonsters gemacht. Er hat überall nur noch Feinde gesehen und dementsprechend hat er nach und nach noch viel mehr Leute umbringen lassen – im Prinzip jeden, der mal ausversehen etwas getan oder gemacht hat, was bedeuten hätte können, dass er den Herrn Pol Pot nicht mag. Manchmal hat er auch Menschen einfach so festnehmen lassen und die mussten sich dann Geschichten ausdenken, was sie falsch gemacht haben. Wenn sie keine Geschichte wussten, wurden sie getötet. Wenn sie welche wussten, meistens auch. Und damit die Menschen ganz generell nicht so viel zum Nachdenken kommen, ob sie den Herrn Pol Pot mögen oder nicht, hat er sie immer mal wieder in andere Dörfer umgesiedelt, hat Familienmitglieder voneinander getrennt und hat alle richtig hart im Reisanbau arbeiten lassen und ihnen möglichst wenig zum Essen gegeben.

Bis zu drei Millionen von ursprünglich acht Millionen Kam Bod Schanern hat der Herr Pol Pot so schließlich in weniger als fünf Jahren direkt oder indirekt umgebracht. Ich bin mir nicht sicher, ob er nicht vorhatte, am Ende der einzige übrige Kam Bod Schaner zu sein. Dann hätte er endlich in Ruhe ein bisschen Reis anbauen und gleichzeitig Machthaber und die einzige soziale Klasse des Landes sein können. Und das Kriegsmonster hätte Ruhe gegeben.

Bevor es so weit kam, haben aber doch irgendwann die Viet Namesen aus dem Nachbarland eingegriffen. Die waren zu dem Zeitpunkt nicht mehr mit Amerikaner Verprügeln beschäftigt, mussten sich aber stattdessen mit Angriffen der Roten Khmer rumschlagen. Das wurde ihnen dann irgendwann zu bunt (oder zu rot…) und sie haben Phnom Penh erobert und eine Regierung eingesetzt, die netter zu ihnen als war, als die Roten Khmer zuvor.

Puh, ganz schön schwierig und kompliziert, das alles zu erklären. So viel musste ich ja noch nie schreiben in einem meiner Artikel. Und weil ich jetzt langsam ein bisschen schreibemüde bin und meine Geschichten auch schon fast erschöpft sind, zeige ich euch jetzt noch die Bilder, die ich zu den Geschichten vom zweiten Kriegsmonster gemacht habe.

Wir haben in Phnom Penh zunächst ein Museum besichtigt, das früher das Gefängnis S-21 der Roten Khmer war und ganz früher, also vor den Roten Khmer, eine einfach Schule. Sieht heute eigentlich ganz nett aus, oder?

Diese Regeln gelten zum Glück heute nicht mehr.

Hier seht ihr eine Gemeinschaftszelle, früher ein Klassenzimmer. Zu Zeiten der Roten Khmer gab es darin bis zu 40 Gefangene, die nebeneinander mit Fußfesseln fixiert auf dem Boden lagen und nur abgeholt wurden, um sie zu befragen oder zu foltern (meistens beides). Beliebte Foltermethoden waren: Aufhängen über Kopf, bis sie ohnmächtig wurden und dann mit Gestank wieder aufwecken, Finger- und Zehennägel ausreißen und Salzwasser oder Alkohol über die Wunden kippen, zum Essen von menschlichen Exkrementen zwingen, ein Tuch über den Kopf machen und Wasser draufkippen, so dass sie nicht mehr atmen können oder einfach so lange verprügeln, bis sie bewusstlos sind. Da müssen ein paar Trolle beteiligt gewesen sein, anders kann ich mir das nicht erklären.

Es gab auch Einzelzellen, so wie die hier. Bin mir aber nicht sicher, ob das die bessere Art der Unterkunft war.

Das Drahtnetz, das ursprünglich vor den Balkonen der Häuser aufgespannt war, war zum einen da, damit keiner flüchtet und zum anderen, damit sich keiner der Gefangenen freiwillig das Leben nimmt. Das wollten die Soldaten der Roten Khmer schon selbst machen.

Und zwar auf den „Killing Fields“, der zweiten Gedenkstätte, die ich mit der Trollmama angeguckt habe. Dahin wurden die Gefangenen aus S-21 mit Lastwägen gefahren und dann gleich direkt entladen und umgebracht. In den letzten Jahren der Roten Khmer-Herrschaft gab es schließlich einen dunklen Schuppen, in den die Gefangenen zuerst gebracht wurden, weil es zu viele pro Lastwagenladung waren, um sie alle sofort umzubringen. Aber natürlich wurde auch der Schuppen dann so schnell wie möglich geleert.

Hier der Eingang zur Gedenkstätte. Vor der Umfunktionierung zu den „Killing Fields“ war das Gelände ein einfacher Friedhof der örtlichen Chinesischen Gemeinde. So sehr umfunktioniert wurde es also gar nicht. Nur dass die Menschen auf dem ersten Friedhof erst ankamen, als sie schon tot waren.

Auf den Killing Fields wurden die Menschen unter diesem Baum erschlagen – es gab verschiedene Varianten von Hacke über Bambusstock bis zur Machete. Kugeln waren zu teuer. Manchmal wurde noch zur Sicherheit die Kehle durchgeschnitten. Oder auch dafür, dass die Opfer nicht mehr schreien konnten.

Während der Hinrichtungen spielte unter dem Hinrichtungsbaum laute Musik aus Lautsprechern, meistens kommunistische Volkslieder. Die Musik war wohl dazu da, den Nachbarn der Killing Fields, die keine Ahnung hatten, was sie da benachbarten, vorzugaukeln, es gäbe hier einfache Parteizusammenkünfte. Und auch um niemanden die Schreie derjenigen hören zu lassen, deren Kehlen noch nicht durchgeschnitten waren.

Das ganze Gelände war zu der Zeit ein einziges Massengrab. Und ist es heute noch. Viele der Leichen wurden ausgegraben und in Gedenkstätten untergebracht, aber es sind zu viele (insgesamt um die 30.000), um das mit allen zu machen. Bei jedem Regenguss werden erneut Knochen- und Schädelsplitter sowie Kleidungsstücke der Getöteten an die Oberfläche gespült.

Daher auch der eher makabere, aber durchaus berechtigte Hinweis:

Die Knochen- und Kleidungsstücke werden regelmäßig eingesammelt und in Glaskästen auf dem Gelände ausgestellt. Man beachte die lila Kinderhose links unten im Glaskasten.

Erst kürzlich gefundene Zähne und Knochenreste liegen auf den Kästen herum.

Einer der schlimmsten Orte auf dem Gelände ist der Baum, an dem die Babys und Kleinkinder umgebracht wurden, die auf die Killing Fields gebracht wurden. Für die brauchte man keine Hacke oder Machete, bei denen hat es gereicht, sie an den Füßen zu packen und so lange mit dem Kopf gegen diesen Baum zu schlagen, bis sie sich nicht mehr bewegt haben. Der Baum hatte, als er ursprünglich entdeckt wurde, dunkle Flecken vom Hirn und Blut der Kinder, durchsetzt mit Schädelsplittern und Haarbüscheln.

Auch wenn die Kinder wohl noch nicht viel gegen den Herrn Pol Pot haben sagen können, hat der es vorgezogen, lieber immer gleich ganze Familien ausrotten zu lassen. Dann bleibt nämlich keiner übrig, der später mal auf die Idee kommen könnte, den Tod seiner Eltern oder Geschwister zu rächen. Ein weitsichtiger Mann.

Heute hängen Unmengen an bunten Bändern als Zeichen des Gedenken an diesem Baum.

Die Trollmama und ich haben das schwarz-grüne Armband, das wir von unserer Gastmama in Sa Pa in Viet Nam bekommen haben, dazugehängt.

Neben dem Baum gab es auch noch ein kleines Häuschen ohne Wände, aber mit vielen Bändern und Blumen dran. Die Kam Bod Schaner glauben, dass in solche Häuschen die Seelen der Verstorbenen einziehen. Da ist es jetzt wahrscheinlich ganz schön voll drin.

Ganz am Schluss des Rundgangs über die Killing Fields steht eine große Pagode, die an die Tragödien der Vergangenheit erinnern soll und Frieden für die Zukunft anmahnt. In der Pagode sind auf den Killing Fields ausgegrabene Schädel gestapelt, zum Teil mit Erklärungen zum Alter und Geschlecht der Opfer und zur Art, auf die sie umgebracht wurden. Zu den Geschichten also, die die Schädel noch über ihre ehemaligen Besitzer erzählen können.

 

Soooo…. Das waren also meine Reisegeschichten für heute. Nicht so schöne diesmal. Aber welche, die mein kleines Trollherz ganz schön bewegt haben. Die müssen wohl auch manchmal sein.

Ich hoffe, ihr habt es durch die vielen Wörter und Bilder hindurch geschafft. Nächstes Mal mache ich es euch wieder einfacher!

Anton Geschichtentroll

 

 

 

Good Bye, Sai Gon !

Heute bin ich aus dem schönen, warmen Reisland wieder rausgefahren. In ein anderes warmes Land. Ob es schön ist und ob es auch Reis hat, weiß ich nicht. Bisher ist dieses Land nämlich sehr dunkel. Da sieht man nicht so viel. Wasser hat es aber, dieses neue Land. Das kommt hier von oben. Und nennen tut man das Land Kam Bod Scha.

Abschied aus Sai Gon. Auch mit Wasser von oben. Das kam aber zum Glück erst runter, als unser Bus losgefahren ist.

Meine Trollmama und ich sind, wie bisher eigentlich bei jedem Land, ein bisschen traurig, das schöne, warme Viet Nam hinter uns zu lassen. Wir haben noch ein paar zauberhafte Menschen aus verschiedenen Ländern getroffen und unglaublich viele schöne Dinge gesehen. Wenn ihr euch wundert, warum wir zuletzt nach Ho Chi Minh Stadt reingefahren und jetzt aus Sai Gon wieder rausgefahren sind: Die sind hier ein bisschen verrückt. Die Stadt hat nämlich zwei Namen. Sai Gon ist der, den alle benutzen, wenn sie reden. Und Ho Chi Minh Stadt ist der, der überall auf Schildern steht. Was das mit diesem Herrn Ho Chi Minh auf sich hatte, hab ich noch nicht ganz herausgefunden. Ich glaube, die wollten ihren eigenen Herrn Lenin und Herrn Mao haben, damit sie statt einem Russen oder einem Chinesen einen Vietnamesen überall aufhängen können. Besser für das Nationalgefühl. Deswegen haben sie jetzt einen Herrn Ho Chi Minh, dessen Kopf, wie bei den anderen beiden, auch überall im Land herumhängt. Und der Herr Ho Chi Minh wollte wohl auch gerne eine Stadt haben. Da hat er Saigon gekriegt. Ich bin mir auch noch nicht ganz sicher, ob er tatsächlich ein vietnamesischer Mensch war oder nicht doch irgendeine Art Gott. Auf dem Bild unten sieht es mir eigentlich eher nach so einer Art kommunistischem Buddha aus. Um den Kopf rum war nämlich auch ein Tempel. Ja, das macht wohl Sinn.

Ich frag die Trollmama, ob sie von mir auch mal eine Figur mit goldenen Kranichen drumrum macht. Genau so wie sie der Herr Ho Chi Minh hat. Die finde ich nämlich ausgesprochen hübsch. Eine Stadt namens An Ton sollte es bis dahin ja schon geben.

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Jetzt möchte ich euch einfach noch viele Bilder zeigen, die die Trollmama und ich in diesem Land vom Herrn Ho Chi Minh gemacht haben. Damit ihr euch mal vorstellen könnt, wie schön es hier eigentlich ist. Ach, es ist schön, ein Reisetroll zu sein!

Hier habe ich Spaß mit einem Riesenbambus in Sa Pa.

Und noch mehr Spaß auf der Bootstour zwischen den Waldbergen in Tam Coc bei Ninh Binh.

Die rudern doch tatsächlich mit ihren Füßen!

Auch das war in Tam Coc. Im Schmetterlingsparadies. Wer mich in diesem Bild findet, bekommt einen Schmetterling. Hab ein paar eingepackt, die waren so schön.

Der Buddha hier hat sich in einer Höhle bei Tam Coc versteckt. Ich hab nochmal genau hingeschaut: kein Ho Chi Minh. Auch keine goldenen Kraniche.

Danach habe ich mich auf den Berg über dem Buddha gesetzt. Und mir weitere Waldberge…

… und Reisfelder angeschaut.

Das hier war unser Frühstücksausblick in Tam Coc. In An Ton bekommt jeder so einen Frühstücksausblick von mir. Zumindest, wenn ich goldene Kraniche bekomme.

Ein paar hundert Kilometer weiter im Phong Nha Nationalpark. Ich betrachte den morgendlichen Dschungel (leider wieder ohne goldene Kraniche).

Und Höhlen gabs da auch in Phong Nha. Uiuiuih! Hier die Paradise Cave.

Die war ganz unglaublich groß und ganz unglaublich voller Tropfedinger, die von der Decke hängen.

Nach den Höhlen haben wir noch ein bisschen auf unserem Motorroller die wunderschöne Gegend um Phong Nha angeguckt. Ich bin nämlich jetzt auch ein Rollertroll.

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Danach sind wir mit dem Bus weiter nach Hoi An gefahren und haben uns erstmal einen Sonnenuntergang angeguckt.

Wenn die Sonne weg ist, braucht man Laternen. Zumindest in Hoi An.

Und am nächsten Morgen gibts dann eine Kokosnuss am Strand.

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Außerdem waren wir in Hoi An beim Schneider und die Trollmama hat sich ein paar Kleider schneidern lassen. Leider hat sie mich dabei vergessen. Ich behalte mein Ringelshirt.

Hab auch wieder das ein oder andere seltsame Tier in Hoi An getroffen. Der hier war sehr freundlich, auch wenn es gerade nicht so aussieht.

Ganz wichtig fürs vietnamesische Wohlgefühl: Vietnamesischer Kaffee aus dem Metallfilter, mit süßer Milch und bei dem Wetter am besten noch mit einer Menge Eiswürfel.

In Saigon wars dann wieder eher vorbei mit dem Wohlgefühl. Wir waren in den Cu Chi Tunneln, da haben sich die vietnamesischen Bewohner vor den amerikanischen Bomben versteckt. Wenn ich Zeit finde, erzähle ich von unserem Besuch dort aber noch ein bisschen mehr. Das war ganz schön traurig da.

Hier bin ich schlussendlich schon in Kam Bod Scha, gerade über der Grenze. Und es gibt: Kaffee mit süßer Milch, jippie!

Na dann schauen wir uns mal dieses neue Land an, in das wir gerade hineingefahren sind. Wenn es wieder hell ist. Ich hoffe, es wird wieder hell. Vielleicht ist es auch einfach ein dunkles Land.

Mal sehen. Ich werde berichten.

An Ton Goldkranich