Bejtsching die erste

Bejtsching, so nennen das hier alle. Da pass ich mich mal der allgemeinen Konvention an. Eine lustige Stadt ist das. Da findet man zum Beispiel eine ganze alte Stadt mitten in der Stadt, den Sommerpalast von so einem Herren Kaiser nämlich. Der Herr Kaiser ist längst tot und jetzt gehört sein Palast den Touristen. Oder vielleicht eher den Verkäuferchinesen. Ich sags euch, so eine kleine Palaststadt würde mir schon auch gefallen. Ich finde auch, sie steht mir.

Der Herr Kaiser hatte sogar ein Telefon!

Der Herr Kaiser hatte sogar ein Telefon!

 

Für die Boote auf meinem See hätte ich mir ein paar Palastklabauter angestellt.

Aber den hier hätte ich natürlich behalten.

Ich war außer in der Palaststadt noch am Kommunistenplatz hier in Bejtsching. Auf der Karte steht glaub ich sowas wie Tian’anmenplatz und irgendwer hat auch mal was von himmlischem Frieden gesagt. Vieles erinnert hier verdächtig an die Stadtzentren in Russland und der Mongolei. Die vielen Blumenbeete und anderen lustigen Blumengebilde zum Beispiel. Und auch, dass die hier so gerne Fahnen und Militärmänner in die Gegend stellen.

Der Eingang zur Verbotenen Stadt (Ich habe noch nicht herausgefunden, was daran verboten ist. Aber es reizt mich natürlich sehr!) – mit Blumen und Fahnen.

Eines dieser schönen Blumengebilde. Wenn ichs nicht besser wüsste, würde ich sagen, das gehört den verstorbenen Blumenkaisern.

Eines dieser schönen Blumengebilde. Wenn ichs nicht besser wüsste, würde ich sagen, das gehört den verstorbenen Blumenkaisern.

Diese Komposition nenne ich „Welche Roten haben gesiegt?“

Was gucken die denn alle? Aha. Militärmänner stehen vor einem alten Herren Chinesen rum.

Und weil die Chinesen offensichtlich große Bauwerke mögen, habe ich mir auch noch die große Mauer angeguckt, die sie auf ihre Berge gestellt haben. Mit der Trollmama und einer netten kleinen Engländerin, die wir im Bett unter uns getroffen haben. Wir hatten kleinere Probleme hinzukommen, weil ein paar Bus-Chinesen fiese Spielchen mit uns gespielt haben. Wir haben sie mehrere Male böse angeguckt und ihnen dann ein bisschen mehr Geld gegeben, als sie verdient haben, und am Ende haben sie uns doch zu dieser Mauer gebracht. Auf der Mauer haben wir uns dann einen chinesisch sprechenden Amerikaner und zwei Koreaner als Begleitung gesucht, die haben uns sicher wieder nach Bejtsching gebracht, vorbei an den fiesen Bus- und Taxichinesen.

Zu der Mauer hoch mussten wir ganz schön viele Treppen hochklettern. Komische Logik haben diese Chinesen.

Zu der Mauer mussten wir ganz schön viele Treppen hochklettern. Komische Logik. Diese Chinesen…

Aber dafür war der Blick dann schon recht gut.

So ungefähr.

Fenster hat die Mauer auch manchmal. Fast wie ein Haus.

Aus diesen weißen Dingern spricht eine Lautsprecherchinesin raus. Die erzählt auf Englisch, wie toll die Mauer ist.

Aus diesen weißen Dingern spricht eine Lautsprecherchinesin raus. Die erzählt auf Englisch, wie toll die Mauer ist.

Freund gefunden. Spricht aber nicht.

 

Die Chinesen scheinen mich übrigens ziemlich cool zu finden. Muss nur aufpassen, dass mir das nicht zu Kopf steigt.

Da durfte man eigentlich nicht mehr hin. Aber das war der schönste Teil.

Wieder ein Beweis für die Verrücktheit der Chinesen. Runter gehts mit der Sommerrodelbahn.

Ooooh, es gibt noch so viel Spannendes hier zu sehen. Ich kann gar nicht warten, morgen meine kleinen Äugelchen wieder aufzumachen. Wusstet ihr übrigens, dass (wieder mal) die Mongolen schuld daran sind, dass Bejtsching heute die Hauptstadt von China ist? Und ein bisschen wohl auch die Taiwanesen. Aber davon erzähl ich euch ein anderes Mal, jetzt mach ich die Äugelchen erstmal zu und packe die Tippfinger unter die Bettdecke..

Anton Mauertroll

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2 Kommentare

  1. Rosi · September 29, 2015

    Welche Roten haben gesiegt? Ich tippe mal auf die rotgestreiften Trolle ;o)

    Gefällt mir

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