Ulaaaaanbaaaatarrrrr

Seit fünf Tagen bin ich in der Mongolei und muss sagen, ich fühl mich hier recht wohl. Ich versteh die Menschen zwar jetzt noch weniger (die krächzen und zischen sehr) und musste leider auch schon einen Tag auf Bespaßung durch meine Trollmama verzichten, weil die ein wenig indisponiert war und lieber Zeit mit Bett und Klo verbracht hat, aber immerhin wird man jetzt auf der Straße wieder angelächelt und Menschen an offiziellen und an kommerziellen Stellen (zumindest hier in Ulaanbaatar) sprechen mit der Trollmama Englisch und sind deswegen wenigstens für sie verständlich. Sogar ihr Russisch durfte die Trollmama nochmal ein wenig üben – auf dem Beifahrersitz eines Toyota Prius (der dem Fahrer unseres Hostels gehört) und auf einem Pferderücken, als sie von einem Mongolen gemeinsam mit dem Pferdchen unter ihr drei Stunden lang durch die Steppe gezogen wurde.

Freundlich lächelnd, multilingual und sehr völkerverständigend verbringen wir hier also gemeinsam die Zeit – eingeschlossen Völker wie die der Trolle und Pferde und noch mancher anderer Tierchen. Ein solches anderes Tierchen hat sich nämlich vorgestern in unserem Ein-Nacht-Ger über unsere Vorräte hergemacht (beinahe wäre das alles mir in die Schuhe geschoben worden). Das Tierchen wurde aber inflagranti erwischt und wir haben uns dann sehr schnell und völkerübergreifend darauf verständigt, dass das Tierchen am besten sofort seine Beine in die Hand nimmt, wieder in seinem Erdloch verschwindet und uns und unser Essen in Ruhe lässt.

Wir haben auch schon ein bisschen mongolische Kultur gelernt und vergorene Pferdemilch getrunken, vertrockneten Joghurt gegessen und anerkennend an einer Schnupftabakflasche geschnüffelt. Und wir haben die deutsche Kultur weiterverbreitet und unserem mongolischen Fahrer (mit dem Toyota Prius) die Frau Helene Fischer vorgestellt. Der wollte bei „Atemlos“ dann gar nicht mehr auf die Fahrbahn gucken und den Kühen da ausweichen, nur noch auf sein singendes Handy. Er hat sie „Germanski Lady Gaga“ genannt, das hat mir sehr gut gefallen.

Jetzt zeig ich euch noch meine völkerverständlichen und multilingual deutsch-mongolisch-trollischen Bilder. Dann muss ich nämlich gar nicht mehr viel erzählen über meine ersten Tage in diesem wundersamen Land.

Autofahren auf dem Chinggis Khan Platz. Ich weiß nicht, wofür man in diesem Land Pferde braucht…

Er versteht das auch nicht.

Bildungsreise. Bücher müssen auch mal sein.

Bildungsreise. Bücher müssen auch mal sein.

Buddhistische Tempel auch. Aber ich habe die Ahnung, dass da noch ein paar kommen.

Buddhistische Tempel auch. Aber ich habe die Ahnung, dass da noch ein paar kommen.

Chefmongole im Touristenger.

Und ich würde mich auch als Chefteppichverkäufer anbieten.

Von oben draußen ist Ulaanbaatar leider nicht so schön.

Von oben draußen ist Ulaanbaatar leider nicht so schön.

Auch wenn sich die Kommunisten Mühe gegeben haben davon abzulenken. Schmuck auf dem Aussichtspunkt.

Imposante Denkmäler können sie aber in den 2000ern auch noch machen... He! Was soll das?

Imposante Denkmäler können sie aber in den 2000ern auch noch machen… He! Was soll das?

Wieder frei. So nah macht der Herr Chinggis aber auch ohne Pferd ein bisschen Angst.

Sein Schuh auch.

Sein Schuh auch.

Aber zum Glück gibts Altaigobi-Bier zur Beruhigung. Und vermutlich auch zur Völkerverständigung.

Und dann endlich raus aufs Land! Auch wenn da viele Leute rumstehen. Und Pferde auch.

Wenn einem das zu viel wird, geht man einfach in ein Kloster. Da stehen höchstens große Buddhafüße rum.

Und Steinhamster, denen man, wenn man es geschickt anstellt, die ein oder andere Steinnuss abluchsen kann.

Und Steinhamster, denen man, wenn man es geschickt anstellt, die ein oder andere Steinnuss abluchsen kann.

Dem hier hab ich lieber nichts abgeluchst.

Nur noch die Aussicht genossen. Die war da schöner als in Ulaanbaatar.

Das allertollste hier ist übrigens, dass die Trollmama und ich noch Besuch bekommen haben, aber dazu gibt es das nächste Mal mehr… ich sags euch, es ist ein Heidenspaß!

Anton Germanski Steppentroll

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